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Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Stuttgart,
15. Oktober 2008

Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart
Arbeitskreis Heimatpflege zeichnet ehrenamtliches Engagement aus

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Heimatpflege, Hans Heinz MdL, hat am heutigen Mittwochabend gemeinsam mit Regierungspräsident Johannes Schmalzl die Ehrennadel des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart an Personen verliehen, die sich in der Heimatpflege in besonderer Weise verdient gemacht haben. Heinz zeigte sich erfreut, dass sich die zahlreichen Facetten in der Heimatpflege bei den diesjährigen Preisträgern widerspiegeln: „Mit der Verleihung der Ehrennadel würdigt der Arbeitskreis Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart das ehrenamtliche Engagement für unsere Heimat. Allen Preisträgern gebührt Dank und Anerkennung.“

Regierungspräsident Johannes Schmalzl betonte: „Gerade in einer globalisierten Welt haben wir ein verstärktes Bedürfnis nach Heimat. Das Verständnis für unsere Traditionen schärft das Bewusstsein für unsere demokratischen Werte. Heimatpflege dient gleichermaßen der Erinnerung an Vergangenes sowie der Aufklärung der Jugend, denn zur Identität jedes Einzelnen gehört auch das Wissen von der eigenen Geschichte.“

In diesem Jahr zeichnet der Arbeitskreis Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart e.V. bereits zum siebten Mal Personen aus, die sich auf lokaler oder regionaler Ebene auf vielfältige Weise in der Heimatpflege besonders engagiert haben.

 „Heimatpflege funktioniert nicht ohne ehrenamtliches Engagement. Um ehrenamtliche Tätigkeit im Regierungsbezirk zu unterstützen habe ich erst vor kurzem mit Vertretern der Wirtschaft eine Initiative zur Förderung des Ehrenamts gestartet. Deshalb ist es ist mir eine Herzenssache, den Preisträgerinnen und Preisträgern für ihren Einsatz für das Gemeinwesen zu danken. Sie haben dazu beitragen, nicht nur für sich, sondern für die Gemeinschaft Heimat zu schaffen und zu bewahren“, so der Regierungspräsident abschließend.

Die in diesem Jahr verliehene Auszeichnung erhalten Frau Ilona Belz, Althütte, Frau Melanie Grawe, Schorndorf, Herr Franz Jakob, Mulfingen, Herr Georg Jobst, Ditzingen sowie Herr Karl-Heinz Kenner, Esslingen.

Frau Ilona Belz (Althütte) ist seit Gründung des LandFrauenvereins Althütte im Jahr 1988 bei den Landfrauen aktiv, zunächst als stellvertretende Vorsitzende, seit 2000 als Ortsvorsitzende. Als erste LandFrau im Welzheimer Wald führte sie die Gestaltung eines Osterbrunnens ein, für dessen Gestaltung über 2.500 Ostereier, Blumen und frisches Grün benötigt werden. Der LandFrauenverein Althütte organisierter zeitgleich den Ostermarkt und bereichert den Künstlermarkt der Gemeinde Althütte mit dem LandFrauen-Café. Der Kinderchor „Fidelfeger“ mit Kindern im Alter von drei bis zwölf Jahren tritt sowohl bei örtlichen als auch regionalen Veranstaltungen auf, wie z.B. dem Landwirtschaftlichen Hauptfest in Stuttgart-Bad Cannstatt. Die Kreativgruppen und die Backgruppe des LandFrauenvereins vermitteln kunsthandwerkliche Fähigkeiten sowie traditionelle Rezepte. In der Theatergruppe übernehmen die Landfrauen auch die männlichen Rollen - sehr zur Freude und Belustigung des Publikums. Im Minibienenclub können Sieben- bis Dreizehnjährige miteinander die Freizeit gestalten, gemeinsam kochen, backen, stricken, nähen, schwimmen oder Ausflüge zu machen.

Frau Melanie Grawe (Schorndorf) war von 1995 bis 2007 Vorsitzende des Heimatvereins Schorndorf. Sie war Gründungsmitglied im Museumsförderungsverein Schorndorf, dessen Beisitzerin sie ist. Sie setzte sich - auch als langjährige Stadträtin - dafür ein, das Stadtmuseum in der ehemaligen Lateinschule und in der „Deutschen Schule“ (zwei 350 Jahre alte Fachwerkhäuser) unterzubringen. Der Museumsförderverein unterstützt die Organisation von Sonderausstellungen und Projekten ebenso wie den Ankauf von Ausstellungsstücken. Sie ist Mitherausgeberin der Heimatblätter, die sich mit Jubiläen, Lebensbildern wichtiger Schorndorfer Persönlichkeiten sowie mit regional bedeutsamen Themen aus Gemeinden der Nachbarschaft wie z.B. Pietismus, Armut und Hungerjahre, altes Dorfhandwerk oder historisches Waldgewerbe beschäftigen. Dabei steht sie für einen innovativen Heimatbegriff. Sie war stellvertretende Vorsitzende beim Kulturforum Schorndorf e.V. und langjährige Vorsitzende des Vereins Frauenhaus Rems-Murr. Frau Grawe ist Mitglied des Stiftungsrats der Barbara-Künkelin-Preis-Stiftung und Beirat der Johann-Philipp-Palm-Stiftung, die für Presse- und Meinungsfreiheit eintritt.

Herr Franz Jakob (Mulfingen) engagiert sich seit Jahren in seiner Heimatgemeinde Mulfingen und dem Teilort Zaisenhausen, in dem er seit 1984 Ortsvorsteher ist, in der Heimat- und Kulturpflege. Er war Ideengeber und maßgeblich Beteiligter am „Pfad der Stille“, einem gemeindeübergreifenden Projekt der Jagsttalgemeinden Dörzbach, Krautheim, Mulfingen und Schöntal. Auf dem kilometerlangen Wanderweg durch das Jagsttal im Hohenlohekreis laden 29 Sehenswürdigkeiten, wie z.B. eine Mariengrotte, eine uralte Linde, eine Kapelle oder ein alter jüdischer Friedhof zum Verweilen und zur Besinnung ein. Herr Jakob bietet auch Führungen auf dem „Pfad der Stille“ an. Zur Verschönerung des Ortskerns organisiert er Patenschaften für Pflanzbeete und Anpflanzungen und veranlasste das Aufstellen eines Solarbrunnens. Des weiteren sorgte er für die Errichtung einer Kräuterspirale, einer Wildblumensaat sowie eines Sonnenblumenfeldes. Er organisiert und führt Sonnenblumenwettbewerbe durch und kümmert sich als Mitglied des Streuobstvereins um den Erhalt und die Pflege des Streuobstgürtels rund um die Ortschaft. Herr Jakob ist seit Jahrzehnten Mitglied des katholischen Kirchengemeinderats, hält Wortgottesdienste ab und dirigiert seit 1976 den Kirchenchor von Zaisenhausen.

Herr Georg Jobst (Ditzingen) stammt aus Neuengrün, Kreis Asch im Egerland (Tschechien). Er ist Mitglied der Egerländer Gmoi, des Bundes der Egerländer. Als Gründungsmitglied der Egerland-Jugend war er von 1958 bis 1973 Gruppenleiter und vertrat die Egerland-Jugend im Gmoirauts (Gmoirats). Er ist bis zum heutigen Tag Mitglied der Sudetendeutschen Landsmannschaft und 1. Vorsitzender der Heimatgruppe Haslau und Umgebung. Bei der Egerländer Sing- und Spielschar Stuttgart war er Gründungsmitglied. Seit 1973 ist er Gmoi-Vüarstäiha (Vorsitzender) der Egerländer Gmoi z` Ditzingen-Gerlingen-Höfingen, der zweitstärksten Gmoi in Baden-Württemberg. Seither ist er unermüdlich und rastlos für die Egerländer Gmoi tätig und mit der alten und neuen Heimat auf Du und Du. Die Egerländer Gmoi befasst sich unter anderem mit der Heimat- und Brauchtumspflege. Die Egerländer Heimatstube informiert über Geschichte, Kultur und Brauchtum des Egerlandes, über Porzellan und Glasherstellung, über Bäder, Trachten und Wohnkultur. Darüber hinaus wird die Geschichte und Tätigkeit der Egerländer Gmoi Ditzingen – Gerlingen – Höfingen dargestellt.


Herr Karl-Heinz Kenner (Esslingen) ist Vorsitzender der großen und bedeutenden Ortsgruppe Esslingen des Schwäbischen Albvereins. Er versteht es wie kaum ein anderer, Menschen zu motivieren und sie für gemeinnützige Ziele zu begeistern. Seit einem halben Jahrzehnt organisiert er die äußerst erfolgreiche Mundartbühne Esslingen. Diese leistet einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der schwäbischen Mundart. Im Volkstanzkreis der Ortsgruppe Esslingen ist er aktiver Volkstänzer und organisiert Tanzwochenenden. Als exzellenter Kenner seiner Heimatstadt Esslingen veranstaltet er Führungen innerhalb und außerhalb seiner Ortsgruppe. Für den Schwäbischen Albverein bringt er sein Wissen in den Arbeitsbereich Natur mit ein. Herr Karl-Heinz Kenner setzt sich seit Jahren in vielfältiger Weise für die Belange der Heimatpflege ein. Seine Arbeit und sein Auftreten dienen anderen als Vorbild.

>Zeitungsbericht: "Weil ihnen die Heimat am Herzen liegt", Schorndorfer Nachrichten vom 17.10.2008