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Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Stuttgart,
18. Juni 2009

Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart
Arbeitskreis Heimatpflege zeichnet ehrenamtliches Engagement aus
MdL Heinz und Regierungspräsident Schmalzl: "Ehrenamtliches Engagement für unsere Heimat ist unverzichtbar und verdient unsere Anerkennung!"

BDer Vorsitzende des Arbeitskreises Heimatpflege, Hans Heinz MdL, hat am heutigen Donnerstagabend gemeinsam mit Regierungspräsident Johannes Schmalzl die Ehrennadel des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart an Personen verliehen, die sich in der Heimatpflege in besonderer Weise verdient gemacht haben. MdL Heinz zeigte sich erfreut, dass sich die Vielfalt in der Heimatpflege bei den diesjährigen Preisträgern widerspiegelt: „Mit der Verleihung der Ehrennadel würdigt der Arbeitskreis Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart das ehrenamtliche Engagement für unsere Heimat. Alle Preisträger haben Anerkennung und Respekt für Ihr persönliches Engagement verdient.“

Regierungspräsident Johannes Schmalzl schloss sich dem an und betonte: „Ohne Ehrenamt geht nichts, in keinem Fußballverein, in keiner Musikkapelle - und auch nicht in der Heimatpflege. Ich bewundere Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen. Deshalb ist es ist mir eine Herzenssache, den Preisträgerinnen und Preisträgern für ihren Einsatz für das Gemeinwesen zu danken.“ Und an die Preisträgerinnen und Preisträger gewandt ergänzte Schmalzl: „Die Heimatpflege ist Ihre Leidenschaft. Ihr Engagement lässt erst gar keinen Zweifel darüber aufkommen, dass Heimatarbeit notwendig und nützlich ist. Die Ehrennadel des Arbeitskreises Heimatpflege ist ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung. Und sie soll eine Ermunterung sein, für Sie als Preisträgerinnen und Preisträger, mit Ihrem Engagement nicht innezuhalten, aber auch für andere, sich von Ihrem guten Beispiel anstecken zu lassen.“

Zur Rolle und Bedeutung der Heimatpflege erklärte der Regierungspräsident: „Alles fließt schneller als je zuvor. Alles wird zu Geschichte - früher als in jeder anderen Zeit. Wir erleben eine nicht aufhaltbare Globalisierung in allen Bereichen der Gesellschaft, nicht nur in der Wirtschaft. Umso deutlicher äußert sich auch das Grundbedürfnis nach Bekanntem und Vertrautem. Das Verständnis für unsere Traditionen schärft das Bewusstsein für unsere demokratischen Werte. Aber nicht durch Abwehr und Ausgrenzen lässt sich Heimat bewahren, sondern durch Öffnung für Neues.“

In diesem Jahr zeichnet der Arbeitskreis Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart e.V. bereits zum achten Mal Personen aus, die sich auf lokaler oder regionaler Ebene auf vielfältige Weise in der Heimatpflege besonders engagiert haben. Die in diesem Jahr verliehene Auszeichnung erhalten Frau Ursula Brenner, Heilbronn, Herr Albert Dietz, Backnang, Herr Albrecht Ebinger, Rudersberg, Frau Erika Porten, Stuttgart, sowie der Mährisch-Schlesische-Sudetengebirgsverein e.V., vertreten durch den Ersten Vorsitzenden, Herr Günther Buck, Kirchheim unter Teck.

Frau Ursula Brenner (Heilbronn) ist seit 1993 Vorsitzende und Tanzleiterin des Volkstanzkreises Heilbronn. In der Arbeitsgemeinschaft der Sing-, Tanz- und Spielkreise in Baden-Württemberg e.V. ist Frau Brenner seit 1958 tätig, von 1960 bis 1966 als Schriftführerin im Vorstand, von 1969 bis 1979 als Kassenführerin, seit 1983 als Kassenprüferin. Sie leitete von 1992 bis 2001 den Südwestdeutschen Spielkreis in der Arbeitsgemeinschaft und war an der Herausgabe der Tanzblätter beteiligt. Seit 2006 ist Frau Brenner bei der Arbeitsgemeinschaft der Sing-, Tanz- und Spielkreise Fachreferentin für den Bereich Seniorentanz. Sie leitet eine Tanzgruppe in Bad Wimpfen, vermittelt ihr Können an der Volkshochschule (Ausschreibungstext: „Tanzen ist die charmanteste und lebendigste Möglichkeit jung zu bleiben und sich beim Älterwerden jung zu fühlen.“) und führt eine Tanzwoche für Senioren durch. In der Evangelischen Kiliansgemeinde Heilbronn ist Frau Brenner Kirchengemeinderätin. Sie ist Mitglied im Bach-Chor der Kilianskirche, nicht nur als Sängerin, sondern auch als Kassiererin, Ersatzdirigentin, Mitorganisatorin und „Mittrösterin, wenn etwas schief geht“.

Herr Albert Dietz (Backnang) ist ein zuverlässiger, engagierter und innovativer Akteur im Ringen des Schwäbischen Albvereins, der Öffentlichkeit Landschaft, Natur und kulturhistorische Höhepunkte näher zu bringen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt dabei im Erhalt regionaler Kultur. Er ist dem Schwäbischen Albverein seit einem Jahrzehnt durch die Ortsgruppe Backnang verbunden. Die Ortsgruppe erkannte früh sein Potenzial und band ihn in ihre Wanderplanungen ein; zudem wurden ihm schnell die Ämter des Wanderwartes und des stellvertretenden Vorsitzenden und kurz darauf des Vorsitzenden übertragen. Albert Dietz ist offen für Kooperationen mit anderen Organisationen - insbesondere auch im Naturschutz. Er setzt sich für den Erhalt von Streuobstwiesen ein, engagiert sich für die „Aspacher Landpartie“ und bei der Anlegung von Lehrpfaden. Des Weiteren gehört sein Augenmerk den Kleindenkmalen. Einen besonderen Glanzpunkt setzt er seit 5 Jahren mit dem Betrieb einer Mundartbühne. Seit 2 Jahren finden in der „Ölmühle“ vor begeistertem Stammpublikum viele Mundartveranstaltungen statt. Herr Dietz versteht es vorbildlich, Impulse zu setzen zu motivieren.

Herr Albrecht Ebinger (Rudersberg) ist seit Gründung aktives Mitglied der „Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen e.V.“. Von 1977 bis 1990 war Herr Ebinger Erster Vorsitzender, heute ist er Ehrenvorsitzender des Vereins. Im Jahr 2000 war Albrecht Ebinger Gründungsmitglied des Fördervereins Welzheimer Bahn e.V., dessen Ziel die Erhaltung der Bahnstrecke Rudersberg - Welzheim ist. Nunmehr wird die Wieslauftalbahn als Tourismusbahn auf der gesamten Strecke von Schorndorf nach Welzheim wieder zum Leben erweckt. Albrecht Ebinger ist aktiver Mitarbeiter in der „Arbeitsgemeinschaft Eisenbahnhistorie Württemberg“, die Dokumente der Bahnen und Sammlungen bis heute konsequent zusammenträgt und pflegt. Der ausgewiesene Eisenbahnkenner ist Verfasser des 1998 erschienenen Buches „Die Wieslauftalbahn“ sowie des neuen Bildbandes zur Wieslauftalbahn. Herr Ebinger ist als Heimatpfleger vor allem im Bereich der Kleindenkmale, ihrer Erhaltung und Pflege tätig. Im Jahr 2006 war er Gründungsmitglied der Dorfgemeinschaft Oberndorf. Ein besonderes Anliegen von Herrn Ebinger gilt dem Wieslauftäler Dialekt, der sich mit besonderen Eigenheiten in diesem Tal entwickelte. Derzeit entsteht eine Wort- und Vokabelsammlung über dieses sprachliche Kleinod.

Frau Erika Porten (Stuttgart) ist seit vielen Jahren im Weilimdorfer Heimatkreis e.V. engagiert, dessen Vorsitz sie im Jahre 2002 übernommen hat. Mit regelmäßigen Ausstellungen in der Heimatstube im Dachgeschoss des Alten Pfarrhauses hat sie für ein aufblühendes aktives Vereinsleben gesorgt. Die Themen der Ausstellungen und Veranstaltungen decken den weiten Bereich der Heimatpflege ab. Frau Porten bietet museumspädagogisch aufbereitete Besichtigungen der Heimatstube und Stadtteilführungen, besonders auch für Kinder im Grundschul- und Kindergartenalter an. Das neu „Ortssippenbuch für Weilimdorf von Herrn Dr. Günther Widmer wurde von ihr initiiert. Frau Porten ist verantwortliches Mitglied der Redaktion des Weilimdorfer Heimatblatts, das sich mit jeweils aktuellen Themen der Geschichte des Stadtbezirks oder eines Stadtteils befasst. Frau Porten ist Grabungsteilnehmerin bei den Ausgrabungen jungsteinzeitlicher Gräber in Markgröningen durch das Landesdenkmalamt. Ferner ist sie Sprecherin der Agenda-Gruppe „miteinander leben lernen“, die sich insbesondere um die Integration von Migrantinnen kümmert, sowohl durch die Durchführung von Sprachkursen mit Kinderbetreuung als auch durch aktive Lebenshilfe für diesen Personenkreis.

Der Mährisch-Schlesische Sudetengebirgsverein (MSSGV - Kirchheim unter Teck) ist nicht nur ein Wander-, sondern auch ein Kulturverein. Gründungsort und historischer Vereinssitz lagen in Freiwaldau (heute Jesenik, Tschechische Republik) im Altvatergebirge (Sudetenland). Mit der Aussiedlung seiner sudetendeutschen Mitglieder kam auch der Mährisch-Schlesische Sudetengebirgsverein ins Schwäbische. Der MSSGV hat stets den Kontakt zu den Menschen in Tschechien gesucht, fruchtbare Kontakte geknüpft und sich in praktischer, unpolitischer aber nachhaltiger Weise für die Belange der heimatvertriebenen Menschen eingesetzt. Hervorzuheben sind die lebendigen Akzente und Initiativen, die der Verein in jüngster Vergangenheit, z. B. in Form des Projekts „Osterbrunnen auf dem Marktplatz“, gesetzt hat. Außerdem hat der MSSGV mehrere Ausstellungen, wie z.B. die Ausstellung „Kunst am Ei“ durchgeführt. Der MSSGV hat dazu beigetragen, dass das mitgebrachte Kulturgut aus dem Altvatergebirge weitergepflegt und hier neu beheimatet wird. In seiner Teil-Eigenschaft als Wanderverein steht der MSSGV Pate für die Aktion „Wander(s)pass - Wandern mit dem Wanderpass“ im Rahmen der Initiative „Kirchheim in Bewegung - Kinder sind unsere Zukunft“. Er betreibt einen Tanzkreis und führt das lehrreiche „Stadtspiel für Kinder“ durch.

>Zeitungsbericht: "Hüter von Brauch und Tradition", Teckbote vom 20.06.2008