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Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Stuttgart,
25. Mai 2012


Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart
Arbeitskreis Heimatpflege zeichnet in Kornwestheim ehrenamtliches Engagement aus

Regierungspräsident Johannes Schmalzl und der stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises Heimatpflege, Gunter Dlabal, haben am heutigen Freitagabend, dem 25. Mai, gemeinsam die Ehrennadel des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart an Personen verliehen, die sich in besonderer Weise um die Heimatpflege verdient gemacht haben. Schmalzl und Dlabal erinnerten im 60. Jubiläumsjahr des Landes Baden-Württemberg daran, dass nach dem Ende des 2. Weltkrieges und der Befreiung von der Nazidiktatur zahlreiche Flüchtlinge und Heimatvertriebene zu uns gekommen seien und hier ebenso wie die nachfolgenden Arbeitsmigranten, die zunächst mit dem seltsamen Begriff „Gastarbeiter“ bezeichnet wurden, längst hier zusammen mit ihren Familien eine zweite Heimat gefunden hätten. „Sie haben ihre kulturellen Einflüsse in unsere Heimat eingebracht und damit unsere Gesellschaft bereichert“, so Schmalzl weiter. Für ihn habe Heimat auch nichts mit Abschottung nach außen gegen bis dato Fremdes und Unbekanntes zu tun. Der Begriff signalisiere für ihn gerade auch Weltoffenheit, weil Europa seine Zukunft nicht zuletzt aus dem Heimatgefühl seiner Einwohner und deren unterschiedlichen Kulturen und Traditionen schöpfe. Sich für Heimatpflege und Brauchtum einzusetzen, sei deshalb identitätsstiftend und integrationsfördernd, somit modern und zukunftsweisend. „Nur wer so Heimat empfinden lernt, wird für andere Länder und Kulturen offener sein und auch besser nachempfinden können, dass jeder Mensch – egal auf welchem Fleck unserer Erde – ein Recht auf Heimat hat“, sagte Schmalzl. Dieser Ort des sich Wohlfühlens sei deshalb so wichtig, weil er Menschen in einer globalisierten und immer kurzlebigeren Welt Halt und Orientierung gebe und auch Antworten auf das Woher und Wohin. Jedweder Form von Fremdenfeindlichkeit im Denken oder Handeln erteilte er eine deutliche Absage. Hierfür könne gerade nicht der Heimatbegriff als „Rechtfertigung“ herhalten. Ganz im Gegenteil! Unsere Landesverfassung bekenne sich vielmehr in Artikel 2 zu einem unveräußerlichen Menschenrecht auf die Heimat.

In diesem Jahr zeichnet der Arbeitskreis Heimatpflege Stuttgart e. V. zum 11. Mal Personen aus, die sich auf lokaler oder regionaler Ebene auf vielfältige Weise in der Heimatpflege besonders engagiert haben. Viele Menschen, ob hier geboren oder zugezogen, könnten sich mit ihrem Bundesland Baden-Württemberg, ihrer Region oder Gemeinde auch deshalb so gut identifizieren, weil laut Dlabal ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement in ganz besonderem Maße hier ausgeprägt seien. Dies gelte gerade auch für die Heimatpflege und die Pflege des Brauchtums, so Dlabal, der die Vorsitzende des Arbeitskreises Heimatpflege Friedlinde Gurr-Hirsch vertrat. „Unser Land wäre nicht nur kulturell, sondern auch monetär ärmer ohne solche Menschen, die sich für andere freiwillig und aus purer Freude altruistisch einsetzen, damit ein Stück unserer regionalen Kultur und Geschichte für die Nachwelt erhalten bleibt“. Er zeigte sich erfreut, dass in diesem Jahr erstmals mehr Frauen als Männer unter den Ausgezeichneten sind, nachdem diese zu einem hohen Anteil im Ehrenamt tätig seien, ohne dass man dies in der Öffentlichkeit auch immer ausreichend würdige. Die in diesem Jahr verliehene Auszeichnung erhält die Frauenwerkstatt Herrenberg (Dr. Claudia Nowak-Walz); Fritz Danner/Creglingen; Gerhard Fischer/Ludwigsburg/ Kornwestheim; Uta Lüttich/Stuttgart; Renate Winkelbach/Remshalden.