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Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Stuttgart,
27. Oktober 2003

Regierungspräsident Dr. Udo Andriof und Landtagsabgeordneter Hans Heinz übergeben Ehrennadel für besonderes Engagement

Herr Regierungspräsident Dr. Udo Andriof und der Vorsitzende des Arbeitskreises Heimatpflege, Herr Landtagsabgeordneter Hans Heinz, haben am Montagabend gemeinsam die Ehrennadel des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart übergeben. Regierungspräsident Dr. Udo Andriof: "Heimat bedeutet die Pflege unserer Geschichte und unserer lokalen Traditionen. Das Verständnis für die Heimat stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl, egal ob alt oder jung, stark oder schwach, einheimisch oder fremd. Viele Bürgerinnen und Bürger tragen mit Ihrem Engagement und ihrem Einsatz tagtäglich dazu bei, dass wir unsere Heimat bewusst erleben dürfen. Und auch die zahlreichen Vereine und Verbände, die sich mit der Heimat und der Brauchtumspflege beschäftigen, verdienen unseren Dank und unsere Anerkennung."

In diesem Jahr zeichnet der Arbeitskreis Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart e.V. zum zweiten Mal fünf Personen aus, die sich auf lokaler oder regionaler Ebene auf vielfältige Weise in der Heimatpflege engagiert haben. Andriof weiter: "Besonderes Engagement verdient auch eine besondere Würdigung."

Die in diesem Jahr verliehene Auszeichnung erhalten Herr Arno Boas (Creglingen), die Dorfgemeinschaft Lehenweiler e.V. (Aidlingen-Lehenweiler), Herr Manfred Janle (Stuttgart-Hoffeld), Herr Heinz-Werner Liebscher (Stuttgart) und Frau Doris Rittweger (Kornwestheim).

Arno Boas (Creglingen) ist seit 1987 im Theaterverein "Reinsbronner Bühnenzinnober e.V." als Schriftführer und seit 1995 als dessen Vorsitzender tätig. Der Verein fördert die Heimatpflege und Heimatkunde, Kunst und Kultur sowie die Jugendarbeit im Dorf. In der Theatergruppe wirkt Herr Boas als Autor, Schauspieler und Regisseur. Nahezu alle vom Reinsbronner Theaterverein aufgeführten Stücke stammen aus seiner Feder. Inhaltlich soll in den Aufführungen die Stellung des Dorfes und des ländlichen Raumes, seine Tradition und Besonderheiten zur Geltung kommen. Mit den Dichtungen in hohenlohisch-fränkischer Mundart will er auf humorvolle Weise Denkanstöße geben. Die Theatergruppe hat sich zum Ziel gesetzt, insbesondere die Jugend bei den Theateraufführungen einzubeziehen. Mittlerweile gehören die Vorstellungen des Vereins zum unentbehrlichen Bestandteil des kulturellen Lebens im südlichen Main-Tauber-Kreis.

Die Dorfgemeinschaft Lehenweiler e.V. (Aidlingen-Lehenweiler) ist ein Zusammenschluss von Personen, die in Lehenweiler wohnen und wirken. Der Verein wurde vor 12 Jahren gegründet. Er pflegt das Brauchtum, die Heimat und die Landschaft im Ort und die umgebende Natur. Die Dorfgemeinschaft Lehenweiler hat mit einem großen Anteil an Eigenleistung das ehemalige Schulhaus in Lehenweiler saniert und zu einem Bürgerhaus für Treffen und Veranstaltungen wie beispielsweise Mundart-Theater oder Vortragsabende hergerichtet. Auch das ehemalige Backhaus wurde mit großem Engagement der Dorfgemeinschaft saniert und wird seither in Betrieb gehalten. Rund um das Schulhaus veranstaltet der Verein Dorffeste, bei denen Most und im Backhaus gebackene Zwetschgen- und Zwiebelkuchen kulinarische Höhepunkte bilden. Diese Feste dienen vor allem der Kontaktpflege unter den Dorfbewohnern. Darüber hinaus werden gemeinsame Wanderungen und Ausflüge durchgeführt. Auch im Naturschutzbereich ist die Dorfgemeinschaft sehr aktiv und hat sich in vorbildlicher Weise um die Heimatpflege verdient gemacht.

Manfred Janle ist seit 1994 Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Hoffeld. Die Siedlergemeinschaft wurde 1949 gegründet und hat heute 930 Mitglieder. Ihren Ursprung hat die Siedlung in fünf Doppelhäusern, die in den Jahren 1932 bis 1933 mit finanzieller Unterstützung der Evangelischen Kirche und der SPD gebaut und im Rohbau notariell verlost wurden. Geprägt war die Siedlung vom Zusammenhalt der Menschen, die sich gegenseitig beistanden und halfen. Dies ist bis heute ein wesentliches Anliegen der Siedlergemeinschaft. Darüber hinaus werden langjährig erworbene Kenntnisse im Gärtnerwesen an neu hinzugezogene Siedler weitergegeben.

Als Vorsitzender der Siedlergemeinschaft ist Herr Janle Ansprechpartner für die Landeshauptstadt Stuttgart und vertritt die Interessen gegenüber der Stadt. Große Verdienste hat sich Herr Janle dadurch erworben, dass er ein umfangreiches Archiv aufgebaut hat, in dem die Geschichte der Hoffeld-Siedlung in Wort und Bild dokumentiert wird. Ohne die Archivierung und Aufarbeitung der Heimatgeschichte der Siedlergemeinschaft Hoffeld und des Stadtbezirks Degerloch durch Herrn Janle wären wertvolle historische Aufnahmen und Kenntnisse über die Entwicklung des Hoffelds und dessen Geschichte verloren gegangen.

Heinz-Werner Liebscher ist seit 1955 Gruppenmitglied in der Ostpreußischen Landesspielschar der Deutschen Jugend im Osten - heute Deutsche Jugend in Europa (DJO) sowie im DJO-Chor. Seit 1958 engagiert er sich in der Arbeitsgemeinschaft der Sing-, Tanz und Spielkreise in Baden-Württemberg und im Stuttgarter Spielkreis. In der Folgezeit hat er verschiedene Funktionen in der DJO übernommen. Er baute verschiedene Volkstanzgruppen in Stuttgart auf und engagiert sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich in der verbandlichen Jugendarbeit. In dieser Zeit organisierte er unzählige Teilnahmen an internationalen Begegnungen in Europa sowie in den USA, an Wettbewerben auf DJO-Landes- bzw. Bundesebene und Veranstaltungen wie z. B. das DJO-Volkstanzfest in Stuttgart-Zuffenhausen. Heute ist er Ehrenvorsitzender des DJO-Volkstanz- und Singkreises Stuttgart-Zuffenhausen. Über Jahre und Jahrzehnte hat sich Herr Liebscher bei der Eingliederung junger Aussiedler, seien es die jungen Siebenbürger-Sachsen und Oberschlesier oder die Jugendlichen aus Russland, verdient gemacht.

Doris Rittweger ist Mitbegründerin des 1980 im Rahmen der 1200-Jahrfeier Kornwestheims gegründeten Vereines für Geschichte und Heimatpflege Kornwestheim e.V. und seither Erste Vorsitzende. Sie übt ihr Amt mit großem Engagement, Eigeninitiative, Gemeinnutz, Einsatzbereitschaft und einem hohen Grad an Verantwortungsbewusstsein aus. Der Verein sammelt, verwahrt und erschließt einen großen Teil der stadtgeschichtlichen Sammlung, die künftig als Grundstock für ein Stadtmuseum dienen soll. Gemeinsam mit dem Verein engagierte sich Frau Rittweger dafür, dass im Rahmen der Dorfsanierung die historischen Fachwerkhäuser erhalten werden konnten. Auf Ihre Initiative wurden historische Gebäude in Kornwestheim beschildert. Des Weiteren hat sie sich dafür eingesetzt, dass ein Stadtführer erarbeitet und herausgegeben wird. Sie regte an, regelmäßig Stadtführungen anzubieten. Ferner hat sie die jährlich erscheinenden Kornwestheimer Geschichtsblätter ins Leben gerufen, die auch dazu beitragen, dass das geschichtliche und heimatkundliche Interesse der Kornwestheimer geweckt wird. Frau Rittweger ist heute der Motor für heimatpflegerische Maßnahmen in Kornwestheim. Sie hat mit hohem Aufwand, auch an Zeit, dem Verein für Geschichte und Heimatpflege Kornwestheim e.V. einen wichtigen Stellenwert in der Stadt gegeben und die Heimatpflege in herausragender Weise gefördert.




>Zeitungsbericht:
"Heimat ist das, was man daraus macht",
Fränkische Nachrichten